Juni 2019

Blick aus dem Fenster

Der Klimawandel ist da. Eindeutig. Tom hatte genug davon, immer in der Wohnung zu schwitzen. Das Fenster zeigte nach Süden, die Sonne brannte unbarmherzig und wenn er durch das Fenster sah, flirrte die Hitze auf dem Asphalt. Wie ein Blitz schlug der rettende Gedanke beim ihm ein. Zwei Tage vergingen. Nun ist es dunkel in der Wohnung, aber immer noch sehr warm. Die flirrende Hitze konnte er allerdings nicht mehr sehen.

Unheimliche Begegnung

Tom ging so vor sich hin und pfiff ein Liedchen. Er hatte die ganze Zeit nicht auf den Weg geachtet. Da bemerkte er aus den Augenwinkeln heraus eine kaum merkbare Bewegung. Abrupt blieb der stehen. Langsam bewegte er den Kopf ein klein wenig nach links. Da saßen sie, unbeweglich, man könnte fast sagen unheimlich, und sahen ihn an.

Zwei Kängurus.

Nanu, dachte Tom. Was die da wohl machen? Ein paar Minuten zerbrach er sich darüber den Kopf. Doch dann wurde es ihm zu langweilig und er ging schnellen Schrittes weiter zu den Giraffen.

Kopflos durch die Stadt

Kopflos durch die Stadt

Auf seinem Weg durch die Stadt blieb Tom abrupt stehen. Da fehlt doch was, dachte er. Warum zeigt man die Herren nicht vollständig? Mit Kopf und Bein. Oder lenkt das zu sehr ab? Vielleicht waren die Schaufensterfiguren auch so billiger? Eine Sekunde dachte Tom darüber nach. Dann verschwand der Gedanke und ein zarter Duft vom Gasthof nebenan erweckte sein Interesse.

Ein Schmetterling versperrt den Weg

Ein Schmetterling versperrt den Weg

Tom sah den Schmetterling noch rechtzeitig. Er flatterte um ihn herum und setzte sich auf den Weg. Sitzen Schmetterlinge eigentlich oder stehen sie immer? Keine Ahnung. Fest steht, der Schmetterling versperrte den Weg. Eindeutig. Tom überlegte, was zu tun ist? Ich weiß nicht, was du getan hättest. Tom jedenfalls machte vorsichtig einen großen Schritt und ließ den Schmetterling hinter sich.